Studienbeginn: Was erwartet mich im ersten Semester?

Die Aushänge sind nur schwer verständlich, die Suche nach den richtigen Räumen findet kein Ende und wo steht eigentlich der Kopierer? Die ersten Tage an der Hochschule sind zweifelsohne sehr aufregend. Wenn du aber weißt, was dich zu Semesterbeginn erwartet, kannst du stressfrei in das Studentenleben starten.

Studienbeginn: Was erwartet mich im ersten Semester?

Die ersten Tage an der Hochschule gleichen einem Sprung ins kalte Wasser: Viele Studienanfänger/innen wissen nicht, wo sich die Räume befinden und an wen sie sich bei Fragen wenden müssen. Aber keine Sorge! Du wirst schnell nette Leute kennenlernen und dich auf dem Campus zurechtfinden.

Wer nicht fragt, bleibt dumm

Du brauchst dich nicht zu schämen, wenn du in den ersten Tagen mal wieder total überfragt bist. Allen anderen Studienanfänger/innen geht es nämlich genauso wie dir. Sie verstehen die Aushänge nicht und werden an der einen oder anderen Stelle vom gereizten Personal unfreundlich abgefertigt. Wichtig ist, dass du keine Scheu davor hast, Fragen zu stellen. Informiere dich so viel es geht und sprich mit anderen Leuten. Auf diese Weise wirst du immer eine passende Antwort finden und nette Kommilitonen kennenlernen.

Selbstverständlich wird dich die Hochschule offiziell begrüßen – mit Reden, die mit reichlich aufmunternden Worten geschmückt sind, Bibliotheksführungen und Hinweisen der Prüfungsämter zu wichtigen Fragen. Außerdem bieten viele Studierendenvertretungen oder Fachschaften Veranstaltungen für Erstsemester an. Manchmal stellen sich sogar einzelne Studierende aus höheren Semestern als Kontaktperson zur Verfügung.

Nutze den Studienbeginn, um alle wichtigen Fragen zu beantworten und deine Kommilitonen kennenzulernen. Es ist sicherlich spannend zu erfahren, woher sie kommen und was sie bei ihrer Studienplatzbewerbung und Wohnungssuche alles erlebt haben.

 

Ein geschickt angelegter Stundenplan

Als Studierende/r bist du für die Gestaltung deines Stundenplans selbst zuständig. Die Vorstellung mag dich vielleicht ein wenig beängstigen, aber die Erstellung eines Stundenplans ist gar nicht so schwer.

In der Studien- und Prüfungsordnung ist festgelegt, welche Lehrveranstaltungen im jeweiligen Semester Pflicht sind. Diese Veranstaltungen muss du definitiv belegen. Daneben gibt es aber noch Wahlpflichtmodule ebenso wie Wahlmöglichkeiten innerhalb eines Pflichtmoduls. Hier ist der Spielraum größer und du kannst zwischen mehreren Veranstaltungen auswählen.

In jedem Fall solltest du deine eigenen Fähigkeiten gut einschätzen können. Belege daher nicht zu viele Veranstaltungen, damit du nicht überforderst bist und deinen Studienerfolg gefährdest. Allerdings solltest du auch nicht zu wenig Seminare und Vorlesungen besuchen, wenn du dein Studium fristgerecht abschließen möchtest.

Wichtig ist, dass sich die Seminare und Übungen nicht überschneiden. Häufig werden deshalb in Modulen Seminare oder Übungen mehrfach angeboten, damit alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Platz finden.

Solltest du dir angesichts der Vorgehensweise unsicher sein, wirst du in der Hochschule sicherlich jemanden finden, der dir bei der Gestaltung deines Stundeplans hilft.

Wie belege ich Lehrveranstaltungen?

Während der Einführungsveranstaltungen zu Studienbeginn oder Orientierungseinheiten wird darüber informiert, wie das Belegen in den Fächern abläuft. Manchmal liegen Listen aus, in die du dich zu Beginn der Lehrveranstaltungen einschreiben musst, an einigen Hochschulen erfolgt die Anmeldung über eine Online-Plattform.

Sollte es mehr Eintragungen als Plätze in einer Lehrveranstaltung geben, entscheidet die Hochschule in einem gesonderten Verfahren über die Zulassung zur Lehrveranstaltung. 

Für das Belegen von Lehrveranstaltungen gibt es Fristen, die du unbedingt einhalten musst.

 

Freizeitangebote nutzen

An vielen Hochschulen gibt es ein großes Freizeitangebot – dazu zählen beispielsweise Sportkurse, Theatergruppen, Orchester oder Chöre. Da die Nachfrage nach solchen Angeboten gerade zu Studienbeginn sehr groß ist, solltest du dich rechtzeitig informieren und die Anmeldefristen einhalten.

 

Selber engagieren

Studentisches Engagement ist überaus gefragt – du kannst dich beispielsweise im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Hochschule oder im Studierendenparlament (StuPa) politisch engagieren. Hier bist du für die Belange aller Studierenden der Hochschule zuständig und kannst bei hochschulpolitischen Entscheidungen mitwirken.

Darüber hinaus gibt es – je nach Hochschule – auch Hochschulgruppen zu speziellen Themen, wie zum Beispiel Umwelt.

Wer sich für die Belange der Studierenden am eigenen Fachbereich einsetzen möchte, kann in der Fachschaft bzw. dem Fachschaftsrat mitarbeiten, der Studierendenvertretung der Fakultät. Sie kümmert sich um die Studienanfänger, informiert aus studentischer Sicht über das Studium, organisiert Partys, Freizeiten und sonstige Veranstaltungen, führt Evaluationen der Lehre durch und ist Sprachrohr der Studierenden. Häufig haben die Fachschaften eigene Internetseiten oder bringen eine kleine Zeitung für die Studierenden heraus.

Außerdem kannst du als studentische Hilfskraft tätig sein – wenn du eine wissenschaftliche Karriere anstrebst, kann dir das sogar einen Vorteil bringen. Vielleicht ist ja eine Stelle bei einem Professor frei, dessen Forschungsgebiet dich besonders interessiert?

 

Fazit

Die erste Zeit an der Hochschule ist sehr aufregend und es prasseln viele Informationen auf dich ein, aber wenn du dich den anderen gegenüber öffnest und nicht zögerst, Fragen zu stellen, wirst du dich relativ schnell auf dem Campus zurechtfinden und nette Leute kennenlernen.

Außerdem möchten wir dir empfehlen, konsequent an Vorlesungen teilzunehmen und aktiv in Seminaren und Übungen mitzuarbeiten. Das ist die wichtigste Grundlage für ein erfolgreiches Studium.

Sollte es dennoch mal Probleme geben, kannst du gerne in unseren Text „Probleme im Studium“ schauen. Es gibt für jede Angelegenheit eine passende Beratungsstelle, die deine Sorgen vertrauensvoll behandelt.

 

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