Probleme im Studium

Das Studium wird dich zweifelsohne an deine Leistungsgrenzen bringen – da kann es durchaus mal passieren, dass du dich überfordert fühlst, an deinen Stärken zweifelst oder an Prüfungsangst leidest. Der folgende Text soll dir zeigen, wie du mit solchen Problemen am besten umgehen kannst.

Verschiedene Beeinträchtigungen und Schwierigkeiten im Studium sowie zu hohe Studienanforderungen können sich negativ auf den Studienverlauf auswirken. Nicht selten führen Probleme dieser Art zu Verzögerungen oder sogar zum Studienabbruch.

Damit dir nicht dasselbe passiert, möchten wir dich auf mögliche Probleme aufmerksam machen und dir einige Tipps an die Hand geben, wie du am besten mit Schwierigkeiten im Studium umgehst.

Welche Probleme können auftreten?

Der Studienqualitätsmonitor 2012 hat gezeigt, dass mehr als jeder dritte Studierende Schwierigkeiten mit der Bewältigung des Stoffumfangs im Semester hat. Ähnlich häufig genannt werden die Sicherung der Studienfinanzierung sowie die mangelnde Flexibilität in der Studiengestaltung. Darüber hinaus bereiten die effiziente Vorbereitung von Prüfungen und der mangelnde Freiraum zur Aufarbeitung von Wissenslücken den Studierenden Probleme. Außerdem klagten 27 Prozent der Studierenden über zu überfüllte Lehrveranstaltungen. 23 Prozent gaben an, Schwierigkeiten beim Verfassen von schriftlichen Arbeiten zu haben. Die Durchführung eines Auslandsaufenthalts ohne zeitliche Verzögerung stellt sogar für 67 Prozent der Studierenden ein Problem dar.

Zudem erleben viele Studierende während ihres Studiums schwierige persönliche Lebensphasen oder akute Belastungs- und Krisensituationen, die nicht immer aus eigener Kraft überwunden werden können.

 

An wen kann ich mich bei Problemen wenden?

Erster Ansprechpartner sind häufig Familie und Freunde. Wenn es einem nicht gut geht, kann ein Telefonat mit dem/der besten Freund/in oder den Eltern manchmal Wunder bewirken. Außerdem bieten viele Hochschulen Beratungsstellen an, die bei Problemen helfen und zur Seite stehen.

Die zentrale Studienberatung beantwortet Fragen rund um das Studium und vermittelt dich bei Bedarf an die richtigen Ansprechpartner weiter.

Wenn die Belastung zu groß wird, Familienprobleme deinen Lernerfolg beeinträchtigen oder du an Prüfungsangst oder Depression leidest, kannst du dich an die psychologische Beratungsstelle wenden. Die meisten psychologischen Beratungsstellen bieten Einzelgespräche an, in denen du über deine Probleme sprechen kannst und gemeinsam an einer Lösung gearbeitet wird.

Ist die Angelegenheit sehr dringend und die Wartezeit in der Beratungsstelle womöglich zu lang, kannst du auch die Nightline in Anspruch nehmen – das ist ein Zuhörertelefon, in dem entsprechend ausgebildete Studierende ein offenes Ohr für deine Nöte und Sorgen haben. Nicht selten kann ein Telefongespräch mit der studentischen Seelsorge eine Situation klären oder zumindest überbrücken helfen.

Auch für finanzielle Fragen bietet die Hochschule Anlaufstellen an. Die Sozialberatung hilft beispielweise bei Fragen rund um BAföG und weitere Sozialleistungen.

Kleinere Gruppen können sich ebenfalls an eine für sie zuständige Beratungsstelle wenden – so gibt es eine Frauenbeauftragte, eine Beratungsstelle für studierende Eltern, ausländische Studierende, Studenten mit Behinderung oder einer chronischen Erkrankung sowie eine Rechtsberatung.

 

Kann ich Vorsorge treffen?

Einigen der Probleme, die von den Studierenden im Studienqualitätsmonitor genannt wurden, kann man sicherlich vorbeugen.

Der erste Schritt ist die Entscheidung für das richtige Studienfach und die dazu passende Hochschule. Überlege dir vorher genau, welche Ansprüche du an dein Studium stellst. Welches Thema interessiert dich? Was möchtest du später einmal machen? Planst du einen Auslandsaufenthalt? Fällt es dir leichter in kleinen Gruppen zu lernen? Möchtest du durch die Dozenten individuelle betreut werden?

Es ist wichtig, dass du dich für ein Studienfach entscheidest, dass deinen persönlichen Vorlieben entspricht und dass du an einer Hochschule studierst, die deine Erwartungen erfüllen kann.

In unserem Text „Die richtige Studienwahl“ bekommst du viele nützliche Buchtipps sowie eine gute Übersicht über die Vor- und Nachteile der einzelnen Hochschulformen.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Studienfinanzierung. Damit dich während des Studiums keine Angstgefühle überkommen, solltest du dir bereits im Vorfeld Gedanken darüber machen. Möchtest du neben dem Studium arbeiten oder können dich deine Eltern finanziell unterstützen? Ist eine Förderung durch den Staat oder ein Studienkredit die beste Alternative für dich? Benötigst du vielleicht Freiräume, um Lernstoff nachzuholen und Wissenslücken aufzuarbeiten?

Gerne möchten wir dir dazu unser Dossier zum Thema „Studienfinanzierung“ ans Herz legen – dort bekommst du alle wichtigen Informationen zu den einzelnen Finanzierungsmöglichkeiten.

Außerdem ging aus dem Studienqualitätsmonitor hervor, dass aus Sicht vieler Studierender ein Zeitfenster für Auslandsaufenthalte fehlt. Das ist sicherlich ein strukturelles Problem der Hochschulen. Wir können dir nur raten, deinen Auslandsaufenthalt sorgfältig zu planen und darauf zu achten, dass deine im Ausland erbrachten Studienleistungen hierzulande anerkannt werden. Wirf doch mal einen Blick in unsere Texte zum Thema „Auslandsaufenthalt“. Hier erfährst du, worauf du bei der Planung deines Auslandsaufenthaltes unbedingt achten musst.

Des Weiteren haben wir für dich einige Prüfungs- und Lerntipps zusammengestellt sowie einen Leitfaden zum Schreiben von wissenschaftlichen Arbeiten verfasst, damit du dich gut auf deine Abschlussprüfungen vorbereiten kannst.

 

Fazit

Es gibt tatsächlich eine Menge unterschiedlicher Probleme, die während des Studiums auftreten können. Aber: Für jede Schwierigkeit gibt es auch eine Lösung! Wenn das Telefonat mit den Eltern oder Freunden nicht ausreicht, wirst du an der Hochschule immer eine Anlaufstelle finden, die sich deiner Sorgen annimmt und dir hilft.

 

Verbinde dich mit uns auf Facebook

Wir freuen uns über dein Gefällt mir