Studentenjob

Viele Studenten finanzieren ihr Studium mit einem Studentenjob. Aber wie viel darfst du überhaupt arbeiten? Bist du sozialversicherungspflichtig? Und welche Auswirkungen hat ein Studentenjob auf BAföG?

Eine weitere Möglichkeit, das Studium zu finanzieren, ist der Studentenjob. Bis zu einer gewissen Grenze ist das Einkommen frei, in anderen Fällen müssen jedoch Abgaben gezahlt werden. Wie die Regelungen zur Sozialversicherung aussehen und welche Auswirkungen ein Studentenjob auf das BAföG hat, möchten wir die im Folgenden zeigen.

Wie viel darf ich verdienen?

Am 25. Oktober 2012 hat der Bundestag beschlossen, die Verdienstgrenzen anzuheben. Seit dem 1. Januar 2013 liegt die steuerfreie Einkommensgrenze für geringfügig Beschäftigte bei 450 Euro. Die Verdienstgrenze für gering besteuerte Anstellungen wurde auf 850 Euro angehoben.

 

Bin ich sozialversicherungspflichtig?

Studierende, die neben dem Studium einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, sind in der Kranken- Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Das gilt allerdings nur für den zusätzlich aufgenommen Job. Als Student unterliegst du in der Kranken- und Pflegeversicherung sehr wohl der Versicherungspflicht. Welche Möglichkeiten für dich sinnvoll sind, kannst du in unserem Artikel zum Thema Versicherung erfahren.

In der Rentenversicherung besteht dagegen seit dem 1. Januar 2013 Versicherungspflicht. Es gibt aber die Möglichkeit, sich von dieser befreien zu lassen. Die Befreiung muss beim Arbeitgeber schriftlich beantragt werden. Wer dies nicht tut, übernimmt die Differenz zwischen dem Beitragsanteil des Arbeitgebers, das sind derzeit 15 Prozent des Verdientes, und dem vollen Betrag selbst. Der Arbeitgeber hält den Arbeitnehmeranteil vom Lohn ein.

Studierende, die nicht nur geringfügig beschäftigt sind, müssen in die Rentenversicherung einzahlen. In der Regel tragen Arbeitgeber und Arbeitnehmer den Versicherungsbeitrag je zur Hälfte – das sind seit dem 1. Januar 2013 9,45 Prozent. Liegt der Verdienst allerdings unter 850 Euro, so fällt die Beitragslast für den Arbeitnehmer entsprechend geringer aus.

 

Wie viel darf ich arbeiten?

Voraussetzung für die Versicherungsfreiheit in der Kranken- und Pflegeversicherung ist, dass du während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitest. In den Semesterferien kannst du gerne mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, darfst dies aber nicht an mehr als 182 Tagen, also 26 Wochen, tun – sonst wirst du versicherungspflichtig. Arbeitest du überwiegend außerhalb der Studienzeit, also am Abend oder an den Wochenenden, darf die Arbeitszeit auch mehr als 20 Stunden umfassen.

Versicherungsfrei bist du ebenfalls in kurzfristigen Beschäftigungen, die innerhalb eines Kalenderjahres auf zwei Monate bzw. 50 Tage begrenzt sind – sofern die Tätigkeit nicht über einen längeren Zeitraum erfolgen soll.

Beispiel: Du suchst dir einen Studentenjob als Kellner/in in einer Bar und unterschreibst einen unbefristeten Arbeitsvertrag, in dem festgelegt ist, dass du an zwei Wochenenden im Monat jeweils eine Schicht arbeitest. Auch wenn du im Jahr auf weniger als 50 Arbeitstage kommst, handelt es sich nicht um eine kurzfristige Beschäftigung, weil von vornherein geplant ist, dass dein Einsatz über einen längeren Zeitraum hinweg immer wieder erfolgen soll. Wenn dein Verdienst im Monat allerdings unter 450 Euro liegt, bist du dennoch als geringfügig entlohnte/r Arbeitnehmer/in in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. In der Rentenversicherung besteht Versicherungspflicht, von der du dich aber auf Antrag befreien lassen kann. Verdienst du mehr als 450 Euro, zahlst du in die Rentenversicherung ein.

 

Ist eine Lohnsteuer an das Finanzamt abzuführen?

Bei einer geringfügigen Beschäftigung hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, auf die individuelle Lohnsteuererhebung zu verzichten und dafür die Lohnsteuer mit einem einheitlichen Pauschalsteuersatz von zwei Prozent des Arbeitsentgelts zu erheben. Mit diesem Pauschalsteuersatz sind der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer abgegolten. In diesem Fall wird das Arbeitsentgelt beim Arbeitnehmer steuerlich nicht mehr erfasst.

Wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte vorlegt, muss der Lohnsteuerabzug nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte gehandhabt werden. In diesem Fall dürfte sich eine Steuererklärung lohnen, nach der du die vom Arbeitgeber abgeführten Steuern wieder zurückerhältst. Voraussetzung ist natürlich, dass du im Kalenderjahr nicht zu viel verdient hast – du darfst mit deinem Jahreseinkommen den Grundfreibetrag von derzeit 8354 Euro nicht überschreiten.

 

Hat mein Verdienst Auswirkungen auf BAföG oder Kindergeld?

Das Kindergeld ist von den Einnahmen aus einer Erwerbstätigkeit unabhängig. Während bislang beim Überschreiten einer bestimmten Summe Abzüge beim Kindergeld drohten, haben seit dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 sämtliche Einkünfte keine Auswirkungen mehr.

Bei einer finanziellen Unterstützung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) sieht das leider anders aus, denn das Einkommen aus einer Beschäftigung wird grundsätzlich auf den BAföG Bedarf angerechnet. Unter Berücksichtigung einiger Abzüge – wie beispielsweise der Werbekosten- und Sozialpauschale – bleibt ein Bruttoeinkommen von 4.800 Euro im Jahr anrechnungsfrei. Das entspricht einem monatlichen Verdienst von 400 Euro. Du kannst also einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, ohne dass monatliche Abzüge von der Förderung nach dem BAföG vorgenommen werden. Übersteigen deine Einkünfte diesen Betrag, musst du zwangsläufig mit Kürzungen rechnen.

 

Ist eine Lohnsteuer an das Finanzamt abzuführen?

Bei einer geringfügigen Beschäftigung hat der Arbeitgeber die Möglichkeit, auf die individuelle Lohnsteuererhebung zu verzichten und dafür die Lohnsteuer mit einem einheitlichen Pauschalsteuersatz von zwei Prozent des Arbeitsentgelts zu erheben. Mit diesem Pauschalsteuersatz sind der Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer abgegolten. In diesem Fall wird das Arbeitsentgelt beim Arbeitnehmer steuerlich nicht mehr erfasst.

Wenn der Arbeitnehmer dem Arbeitgeber eine Lohnsteuerkarte vorlegt, muss der Lohnsteuerabzug nach den Merkmalen der Lohnsteuerkarte gehandhabt werden. In diesem Fall dürfte sich eine Steuererklärung lohnen, nach der du die vom Arbeitgeber abgeführten Steuern wieder zurückerhältst. Voraussetzung ist natürlich, dass du im Kalenderjahr nicht zu viel verdient hast – du darfst mit deinem Jahreseinkommen den Grundfreibetrag von derzeit 8354 Euro nicht überschreiten.

 

Hat mein Verdienst Auswirkungen auf BAföG oder Kindergeld?

Das Kindergeld ist von den Einnahmen aus einer Erwerbstätigkeit unabhängig. Während bislang beim Überschreiten einer bestimmten Summe Abzüge beim Kindergeld drohten, haben seit dem Steuervereinfachungsgesetz 2011 sämtliche Einkünfte keine Auswirkungen mehr.

Bei einer finanziellen Unterstützung durch das Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) sieht das leider anders aus, denn das Einkommen aus einer Beschäftigung wird grundsätzlich auf den BAföG Bedarf angerechnet. Unter Berücksichtigung einiger Abzüge – wie beispielsweise der Werbekosten- und Sozialpauschale – bleibt ein Bruttoeinkommen von 4.800 Euro im Jahr anrechnungsfrei. Das entspricht einem monatlichen Verdienst von 400 Euro. Du kannst also einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, ohne dass monatliche Abzüge von der Förderung nach dem BAföG vorgenommen werden. Übersteigen deine Einkünfte diesen Betrag, musst du zwangsläufig mit Kürzungen rechnen.

 

Wo finde ich gute Studentenjobs?

Es gibt einige Online-Plattformen, auf denen du nach geeigneten Stellenanzeigen suchen kannst. Wir stellen dir hier einige vor:

StudentJob.de ist ein Portal, dass Studenten und Absolventen mit Top-Unternehmen verbindet. Mithilfe des Suchfeldes kannst du die vielen Stellenangebote nach Region, Jobart oder Studienrichtung filtern. Das kostenlose Profil ermöglicht dir eine wöchentliche Übersicht der neusten Stellenanzeigen sowie eine direkte Bewerbung bei interessanten Jobangeboten. Außerdem kannst du schnell von vielversprechenden Unternehmen gefunden werden.

Jobmensa.de ist ebenfalls ein gutes Portal für die Jobsuche. Über 10.000 deutsche und internationale Unternehmen nutzen Jobmensa bereits für die Besetzung offener Stellen. Du erstellst deinen Lebenslauf online und kannst ihn jederzeit für Bewerbungen nutzen. Außerdem erfährst du, ob deine Bewerbung eingegangen, wann sie gelesen wurde und ob du den Job bekommen hast. 

Stellenwerk ist ein Netzwerk von Hochschul-Jobportalen in verschiedenen Universitätsstädten in Deutschland. Als Studierender findest du hier Jobs und Werkstudentenstellen in deiner Stadt und Praktika sowie Angebote für Absolventen in ganz Deutschland. Unternehmen, die über das Stellenwerk Jobs anbieten, garantieren schon jetzt einen Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde und für Praktika mindestens 300 Euro pro Monat.

Campusjäger unterstützt dich bei der Suche nach deinem Traumjob – egal ob Praktikum, Nebenjob oder Berufseinstieg. Stellenangebote von über 700 Unternehmen, deutschlandweit und in allen Bereichen werden mit deinen persönlichen Fähigkeiten und Wünschen verglichen. Du bekommst genau die Jobs vorgeschlagen, die zu dir passen und kannst dich mit wenigen Klicks bewerben. Der enge Kontakt zu den Unternehmen garantiert dir eine schnelle Kommunikation, sodass du immer weißt, wie es um deine Bewerbung steht.

Jobsuma ist eine Jobsuchmaschine, die mit einer Abfrage über eine Millionen Stellenangebote im Netz durchsucht. Mithilfe des Zielgruppenfilters wird die Treffergenauigkeit erhöht.

Xing ist ein soziales Netzwerk, das dir die Möglichkeit bietet, dich im Netz erfolgreich zu präsentieren und wichtige berufliche Kontakte zu knüpfen. Eine kostenlose Registrierung lohnt sich in jedem Fall. Vielleicht findest du nicht nur einen passenden Studentenjob, sondern dir gelingt darüber hinaus auch ein erfolgreicher Berufseinstieg?

 

Fazit

Ein Studentenjob ist eine gute Möglichkeit, das Studium zu finanzieren. Allerdings solltest du immer darauf achten, dass die Arbeit keinen zu großen Teil deines Lebens einnimmt – wenn du dein Studium erfolgreich abschließen möchtest, sollte das Lernen immer im Mittelpunkt stehen.