Versicherung

Versicherungen sind wichtig, denn sie sichern uns im Krankheitsfall, der Berufsunfähigkeit oder im Fall von Schadensersatzansprüchen ab. Aber welche Versicherungen braucht man überhaupt und welche laufen noch über die Eltern?

Hier findest du einen Überblick über die wichtigsten Versicherungen.

Krankenversicherung

Im Allgemeinen haben Studenten verschiedene Möglichkeiten, sich in der Krankenversicherung zu versichern.

1. Familienversicherung

Bis zu deinem 25. Lebensjahr kannst du über deine Eltern familienversichert sein, sofern du nicht mehr als 395 Euro im Monat verdienst. Solltest du einer geringfügigen Beschäftigung nachgehen, liegt die Einkommensgrenze bei 450 Euro.

Die Familienversicherung ist die beste Möglichkeit, da sie für dich kostenlos ist.

2. Studentische Krankenversicherung

Wenn du das 25. Lebensjahr oder die Einkommensgrenze überschritten hast, ist die studentische Krankenversicherung die günstigste Alternative. Du kannst dich in der studentischen Krankenversicherung versichern, wenn du

-          an einer staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschule immatrikuliert bist

-          das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet hast

-          das 14. Fachsemester noch nicht überschritten hast

Der Beitrag zur studentischen Krankenversicherung ist bei allen gesetzlichen Krankenkassen gleich und liegt derzeit bei 64,77 Euro für die Krankenversicherung und 12,24 Euro für die Pflegeversicherung. Kinderlose Studenten über 23 Jahre zahlen einen Zusatzbeitrag zur Pflegeversicherung, sodass sie insgesamt auf eine Summe von 13,73 Euro kommen.

Überschreitest du  im laufenden Semester das 30. Lebensjahr, so endet die Versicherungspflicht zum Ende des Semesters. Nur in Ausnahmefällen kann auf Antrag die Krankenversicherung für Studenten über das 30. Lebensjahr oder das 14. Fachsemester hinaus verlängert werden. Zu diesen Gründen zählen:

-          Krankheit

-          Behinderung

-          Kindesgeburt mit anschließender Betreuung

-          Pflege von behinderten Familienmitgliedern

-          gesetzlicher Wehr- und Zivildienst

-          FSJ, FÖJ und Dienst als Entwicklungshelfer

Studenten, die nicht mehr in der Familienversicherung versichert sind und eigene Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung entrichten, erhalten nach § 13a BAföG einen Zuschuss in Höhe von 62 Euro zur Krankenversicherung und 11 Euro zur Pflegeversicherung. Das gilt allerdings nur, wenn sie alle anderen Voraussetzungen für den Anspruch auf BAföG erfüllen.

3. Private Krankenversicherung

Mit Beginn des Studiums unterliegen Studierende zwar grundsätzlich der Versicherungspflicht in der gesetzlichen Krankenversicherung, können sich aber innerhalb von drei Monaten davon befreien lassen und privat versichern.

Eine private Krankenversicherung ist allerdings nur dann sinnvoll, wenn du nicht mehr in der studentischen Versicherung versichert sein kannst. Der Mindestbeitrag für eine freiwillige Versicherung in der gesetzlichen Krankenversicherung liegt derzeit bei 137,33 Euro für die Krankenversicherung und 21,20 Euro für die Pflegeversicherung. Eine private Krankenversicherung kann hier durchaus günstiger sein.

Anders als in der gesetzlichen Krankenversicherung erfolgt bei der privaten Krankenversicherung eine Gesundheitsprüfung. Bei dieser muss ein Fragenkatalog zum aktuellen Gesundheitszustand beantwortet werden, der einen erheblichen Einfluss auf den Beitrag hat. Wer an einer chronischen Erkrankung leidet, wird sehr wahrscheinlich einen Risikozuschlag zahlen müssen.

Bei einer privaten Krankenversicherung wird die Rechnung in doppelter Ausführung an den Patienten verschickt, damit er einen Beleg für die eigenen Unterlagen hat und den anderen an die Krankenkasse zur Erstattung weiterleiten kann. Bei Medikamenten muss der Patient erst einmal in Vorkasse treten, bis er das Geld von der Krankenkasse zurückerhält. Die angefallenen Kosten müssen innerhalb von zwei Jahren bei der Versicherungsgesellschaft geltend gemacht werden.

Bevor du dich allerdings für eine private Krankenversicherung entscheidest, solltest du dir einen Überblick über die Leistungen und Beiträge verschaffen, denn zwischen den Versicherungsgesellschaften bestehen zum Teil deutliche Unterschiede.

Berufsunfähigkeitsversicherung

Als Student/in steht man zwar noch nicht im Beruf – trotzdem kann man sich schon gegen eine Berufsunfähigkeit versichern. Im Unglücksfall sichert man sich so eine lebenslange Versorgung.

Die Versicherungssumme kann in den meisten Fällen selbst festgelegt werden, allerdings sollte man dabei beachten, dass sich der Beitrag nach der Versicherungssumme richtet. Das heißt: Je höher die Versicherungssumme angesetzt wird, desto höher ist auch der monatlich zu zahlende Beitrag.

Als Arbeitnehmer ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung sinnvoll, denn der Staat springt nur noch bei einer Erwerbsunfähigkeit ein. Die Versicherung greift hingegen schon dann, wenn man den bisherigen Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben kann.

Es kann sich tatsächlich lohnen, eine solche Versicherung schon während des Studiums abzuschließen, denn je früher man einsteigt, desto niedriger sind in der Regel die Beiträge. Es ist allerdings wichtig, dass du die Beiträge zum Berufseinstieg aufstocken kannst.

Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung übernimmt anfallende Schadensersatzpflichten. Studierende sind in der Regel über ihre Eltern mit abgesichert, wenn sich das Studium direkt an die Schulzeit oder eine erste Ausbildung anschließt und sie noch zum elterlichen Haushalt gehören. Sind die Voraussetzungen nicht erfüllt, solltest du über eine private Haftpflichtversicherung nachdenken.

Unfälle können sehr schnell passieren und es ist wichtig, dass du im Fall von Rechtsstreitigkeiten einen zuverlässigen Partner an deiner Seite hast. Zudem können Personen-, Sach- oder Vermögensschäden enorme Kosten verursachen und sollte es sich um einen Personenschaden handeln, steht dem Unfallopfer selbstverständlich eine medizinische Versorgung zu, die du vor allem im Studentenleben aus eigener finanzieller Kraft gar nicht sicherstellen kannst. Aus diesem Grunde empfiehlt sich eine Haftpflichtversicherung durchaus. 

Die Angebote für eine private Haftpflichtversicherung unterscheiden sich allerdings – vor allem hinsichtlich der Beitragshöhe – deutlich. Daher solltest du vor dem Abschluss einer Versicherung einen ausführlichen Tarifvergleich anstellen.

Hier findest du einen Vergleichsrechner

Reiseversicherung

Wenn du ein Praktikum im Ausland oder ein Auslandssemester absolvieren möchtest, brauchst du eine Reiseversicherung, die sich deinen Bedürfnissen anpasst. Unser Partner Mapfre hat eine Versicherung entwickelt, die speziell auf Studenten im Ausland zugeschnitten ist. Sie enthält eine Auslandsreisekranken-, Reiseunfall- und Reisegepäckversicherung.

 

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